Ministerialbibliothek

Die Ministerialbibliothek

Die Ministerialbibliothek ist eine theologische Fachbibliothek. Sie ist Eigentum der Pfarrerschaft der Evangelisch-reformierten Kirche des Kantons Schaffhausen. Sie wurde 1780 gegründet und übernahm die auf die Reformationszeit zurückgehende Sammlung von Büchern und Handschriften in der Kirche St. Johann. Die durch Ankäufe und Schenkungen gewachsene Ministerialbibliothek wurde 1923 als Depositum der Stadtbibliothek übergeben. Ihre historischen und aktuellen Bestände – gegen 16'000 Bände – sind zu denselben Bedingungen zu benutzen wie die Bestände der Stadtbibliothek. Die wertvollsten Teile der Ministerialbibliothek sind die 120 mittelalterlichen Kodizes, die teilweise mit Ketten versehenen 120 Inkunabeln, Frühdrucke aus dem Privatbesitz des letzten Abts von Allerheiligen, Michael Eggenstorfer (um 1475-1552), die Briefe und Manuskripte des Schaffhauser Reformators Johann Conrad Ulmer (1519-1600), Predigtmanuskripte von Schaffhauser Pfarrern und der Nachlass von Johann Georg Müller (1759-1819), Bruder des berühmten Geschichtsschreibers Johannes von Müller. In den 1870er-Jahren wurden gegen 1'500 theologische Werke aus dem 16. und 17. Jahrhundert von der Stadtbibliothek in die Ministerialbibliothek überführt.

Siehe auch das Handbuch der historischen Buchbestände in der Schweiz, Hildesheim 2011, Bd. 2, S. 260-272 (Signatur WU 20/2) oder die erweiterte Fassung.

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